| Forum - Thema | |
| Nächstes Thema -> | |
| Forum -> Elronds Halle der Gefährten -> • Wenn ihr mal schlecht drauf seid ... -> Leben ohne... | |
Antworten: 8
|
|
ehem. MitgliedMaiar Beiträge: 896 |
# Thema - 06.07.2010 um 15:16 Uhr
Benehmen (I) Der allgemeine Sittenverfall, wir kennen das aus Supermärkten, Strandbars, Tempo-30-Zonen und Warteschlangen, ist ja schon lange nicht mehr aufzuhalten. Unsere mühsam erkämpften Tugenden wie Pünktlichkeit, rechts vor links, Händewaschen, Diskretionsabstand und das Freihalten von Feuerwehrausfahrten scheinen über die Wupper, den Jordan, den Deister und den Haufen. Kinder kennen kein Bitte und Danke, kein A und O, kein Wenn und Aber und kein Simon & Garfunkel. Schlimm, schlimm, schlimm. Immerhin: Wir grüßen noch. Zwar immer öfter kurz und schriftlich ("Hi", "LG"), aber auch im unmittelbaren Kontakt mit sprechen & anfassen. In diesem Segment hat sich in unseren Breiten nach Aussterben des steinzeitlichen Keulengrußes das Handgeben durchgesetzt, auch bekannt in den Variationen Händedruck und Händeschütteln. Man führt zu diesem Zwecke die Geb-, Drück- oder Schüttelhand (meist die rechte) frontal in leicht geneigter Haltung auf die zu begrüßende Person zu, die aber nicht Handnehmer ist, sonderen ebenfalls -geber. Anschließend nehmen beide ihre Hände wieder zurück, ausgetauscht wird außer Bakterien und Nettigkeiten nichts. Die Dauer einer Handgebung ist unterschiedlich, sollte aber 40 Minuten oder die Haltbarkeit der mitgebrachten Blumen nicht überschreiten. Sportler und Baseballkappenmusiker haben das haptische Grundthema des Händeschüttelns variiert. Sie führen Handflächen, Fäuste, Ellenbogen und Stirnplatten gegeneinander, oft in langen choreographierten Abfolgen, so daß manche Treffen fast nur aus Begrüßung und Verabschiedung bestehen. War dann hinterher aber voll fett. Und der Österreicher? Lebt grüßerisch von der Hand in den Mund und ist zwischenzeitlich mit der Grußvariante des ausgestreckten Arms vor die Wand gelaufen. Jetzt küßt er wieder... aus HAZ, 03.07.10 (c) Uwe Janssen Zuletzt editiert von fpoint am 06.07.2010 um 16:08 Uhr (3x Editiert)
|
Inaktiv |
|
MellonValar Beiträge: 1976 |
# Antwort: 1 - 06.07.2010 um 19:24 Uhr
Wow, das hast du alles abgetippt?
|
Inaktiv |
|
ehem. MitgliedMaiar Beiträge: 896 |
# Antwort: 2 - 06.07.2010 um 19:45 Uhr
Tjaha, da isser stolz wie Bolle auf mich, uh? Ich und meine Finger... Besser gut kopiert, als schlecht selber gemacht.
|
Inaktiv |
|
MellonValar Beiträge: 1976 |
# Antwort: 3 - 06.07.2010 um 19:47 Uhr
Tipp nicht so viel, komm dich lieber zu mir ins TS! |
Inaktiv |
|
GolleNoldor Beiträge: 400 |
# Antwort: 4 - 18.07.2010 um 23:06 Uhr
Ja Flo komm dich ins TS
------------------
|
Inaktiv |
|
ehem. MitgliedMaiar Beiträge: 896 |
# Antwort: 5 - 08.09.2010 um 13:29 Uhr
Demolärm Demonstrieren ist auch nicht mehr das, was es mal war. Jetzt erwägt die Polizei Hannover, eine Lärmobergrenze einzuführen, weil es auf Demos immer so laut ist und die Beamten keine Ohrenstöpsel tragen dürfen. Die Idee ist grundsätzlich gut, um einfach mal wieder ein bißchen mehr System ins Kundgeben zu bekommen. Denn das Protestwesen ist in den vergangenen Jahren doch ziemlich heruntergekommen. Früher waren Demos berechenbarer. Die Leute warfen ihre Steine, sitzblockierten Eingänge oder bauten Hüttendörfer. Friedensdemonstranten bildeten 400km lange Menschenketten, ostermarschierten sternförmig durch Industriegebiete oder Moorlandschaften und trafen sich am Ende in der Mitte, um sich in aller Ruhe zu besaufen. Der größte Lärm waren verstimmte Zupfinstrumente, für Pfeifengetriller waren viele auch einfach zu bekifft. Heute ist die Trillerpfeife nicht mehr das einzige Plastikblasinstrument. Auch der Demonstrationsfachhandel hat die Vuvuzela entdeckt, die Polizei beobachtet das mit Sorge. Seit Wochen wird die Suchmaschine "Findet Demo" überwacht. Und wo sonst, als in Rockcity Hannover soll nun eine Strafprotestordnung her. Arbeitstitel: "Ruhe im Frieden". Erster Test: der Kriegsgegneraufmarsch beim Sommerbiwak der Bundeswehr nächste Woche. Um an der Kundgebung teilnehmen zu können, muß jeder Demonstrant spätestens eine halbe Stunde vor Demobeginn in ein Meßgerät blasen oder -bei Rufdemonstranten- schreien. Polizeimechaniker rüsten derzeit Alkomaten zu sogenannten Demometern um. Ohne Test erlaubt sind die Lärminstrumente Triangel, Spieldose und Luftpumpe. Wenn der Plan aufgeht, will die Polizei Hannover 2011 eine Kleider- & Frisurenordnung bei Demonstranten einführen. Ende August soll es erstmal eine Polizeidemo gegen Demonstrantenlärm geben. Geplant ist ein Schweigemarsch. (c) Uwe Janssen, HAZ vom 31.07.10 Zuletzt editiert von fpoint am 08.09.2010 um 13:30 Uhr (1x Editiert) |
Inaktiv |
|
MellonValar Beiträge: 1976 |
# Antwort: 6 - 08.09.2010 um 15:22 Uhr
Du erwartest doch von mir zu so einem Sch.. keine Stellungnahme, oder? Ich bin im Übrigen froh, über jeden der demonstrieren geht und das entsprechende Verhalten garantiert mir doch gerade einen spannenden Arbeitstag. |
Inaktiv |
|
Antworten: 8
|
|
| Sie müssen sich registrieren, um zu antworten. |





ehem. Mitglied