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ehem. MitgliedMaiar Beiträge: 896 |
# Antwort: 7 - 01.04.2011 um 16:31 Uhr
Öh, ich mag den Zorn unserer blauäugigen Hasenliebhabhaberin auf mich ziehen, doch ich find das vom Prinzip her gut. Mir gehen die Stadtkinder, die denken, Kühe seien lila, gewaltig gegen den Strich. Für Kinder, die auf dem Land aufgewachsen sind, insbesondere auf dem Bauernhof, ist es etwas ganz natürliches, daß Tiere sterben. Für die gepamperten Kevins & Doreens dieser Welt mag es natürlich ein Schock sein, daß Fleisch nicht auf Bäumen wächst. Welch Doppelmoral der Eltern, die Fleischgenuß einfach so hinnehmen / in Anspruch nehmen, ihre vermeintlich nicht ausreichend reifen Kinder aber nicht mit der Realität konfrontieren wollen. Ob es sinnvoll ist, unbedarfte (gepamperte) Kinder von heute auf morgen mittels Schocktherapie aufzuklären... nun ja... imho wäre es hier schon angebracht gewesen, die Eltern im Vorfeld über den Inhalt der Projektwoche aufzuklären, um sie so "mitzunehmen". Zuletzt editiert von fpoint am 01.04.2011 um 16:48 Uhr (2x Editiert) |
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DarkMorphMaiar Herkunft: Wertheim Beiträge: 1075 |
# Antwort: 8 - 01.04.2011 um 16:46 Uhr
Nein, also sowas geht meiner Meinung nach garnicht, besonders das Tier vor den Augen der Kinder umzubringen. Wer sowas als Kind mal mitgemacht hat, der weiß wie lange einen sowas verfolgt ... |
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ehem. MitgliedMaiar Beiträge: 896 |
# Antwort: 9 - 01.04.2011 um 16:52 Uhr
Deswegen meine ich ja, daß so ein Thema in "Zusammenarbeit" mit den Eltern umgesetzt werden soll. Daß der Prowo-Lehrer sowas einfach "hat machen lassen", ohne daß die entsprechende Vor- / Nachbereitung (Schule kann nicht alles leisten) sichergestellt wurde, ist gewiß unglücklich, keine Frage. Kinder indes in dem Glauben zu lassen, daß Fleisch aus dem Supermarkt käme, halte ich für nicht besser. Das ist bei uns, in der ach so tollen westlichen Welt, schließlich nur ein kulturelles, sprich hausgemachtes Problem. Und wer als Kind erlebt, daß ein Tier stirbt, damit Fleisch auf den Teller kommt, wird vielleicht auch eher Vegetarier, als sich weiterhin einer geschönten, gewaltfreien "FleischausdemSupermarkt"-Phan tasie hinzugeben. Zuletzt editiert von fpoint am 01.04.2011 um 16:53 Uhr (1x Editiert) |
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MalieryaNoldor Beiträge: 600 |
# Antwort: 10 - 01.04.2011 um 17:10 Uhr
Ich habe jahrelang immer von Frühjahr bis Herbst Hasenbabys aufgezogen und dann wurden sie von meinem Onkel geschlachtet. Aber es war nicht so schlimm. Eines Tages waren die Hasen einfach weg und ich wusste, dass die jetzt immer sonntags auf den Tisch kamen. Ich habe sie nie essen können und hab nicht mal die Soße gegessen, in der der Braten gekocht hat. Aber als ich einmal zufällig das Schlachten gesehen habe, hatte ich Alpträume und war entsetzt über meine Eltern, dass sie solche Bestien sind! Alle 2 Jahre hat mein Onkel bei sich zu Hause ein Schwein geschlachtet. Meine Cousine und ich haben uns den ganzen Tag heulend in ihrem Zimmer eingeschlossen, aber wir hörten jedes Mal wie die Sau im Garten gequiekt hat, wenn es getötet wurde. Das sind Erfahrungen in meinem Leben, bei denen ich wünschte, sie nie gemacht haben zu müssen. Und wenn ich später meinen Kinder solche Erfahrungen ersparen kann, dann werd ich das mit allen Mitteln tun! Ich kenne keine Kinder, die nicht wissen, woher Fleisch kommt.. Als wären Stadtkinder lauter Dummies or what? Und wenn sie es nicht wissen, dann ist das ein Fehler der Eltern. Wo das Essen her kommt, sollte man den Kindern schon vermitteln. Aber nicht auf diese bestialische Art und Weise. |
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DarkMorphMaiar Herkunft: Wertheim Beiträge: 1075 |
# Antwort: 11 - 01.04.2011 um 17:15 Uhr
Caro spricht mir aus der Seele. Zuletzt editiert von DarkMorph am 01.04.2011 um 17:16 Uhr (1x Editiert) |
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ehem. MitgliedMaiar Beiträge: 896 |
# Antwort: 12 - 01.04.2011 um 18:25 Uhr
Nun, that's life... Mein Onkel hatte ebenso Kaninchen, Schmusetiere meiner Cousinen, die alljährlich geschlachtet wurden... weder sie, noch ich, fanden das nun irgendwie besonders toll. Mitgegessen haben wir sie auch nicht. Aber es "gehörte" dazu. Und es möge mir niemand etwas über vermeintlich so verletzliche & unschuldige Kinderseelen erzählen. Kinder sind unter erwachsenen Aspekten grausam, denn sie können Tiere zum "Spaß" quälen, weil ihnen einfach noch das "Gewissen" dafür fehlt (es mag auch so manchen Erwachsenen geben, dem das fehlt, doch bei dem stimmt dann was in der Birne nicht). Wie gesagt, der "Schock", unbedarfte Milka-Kuh-Kinder unvorbereitet mit Blut & Innereien zu konfrontieren, ist gewiß alles andere als gut. Das hätte ich mir auch anders gewünscht. Doch ist es mE allein der "Supermarktkultur" geschuldet, daß "westliche Eltern" (und die Kinder) in Schockstarre verfallen, wenn die lieben Kleinen mit der Realität konfrontiert werden. Alles eine Frage der Erziehung. Über welchen Alterbereich reden wir hier? 10, 11 Jahre? Ob dies das "Idealalter" für die Aufklärung ist, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Gefühlt ist es zunächst zumindest nicht um ich weiß nicht wie viele Jahre zu früh. Sexualkunde möchte ich auch nicht erst mit 18 bekommen.... Das was Du, werte Caro, eine "bestialische Art & Weise" nennst, ist der natürliche Lauf der Dinge. Lebwesen, die Fleisch essen, müssen andere Lebewesen dafür töten. Was wäre denn Deiner Meinung nach ein adäquates Alter, um die lieben Kleinen mit der Realität zu konfrontieren? Noch einmal: Ich halte nichts von einer "Schockmethode". Aber ich finde es schon gut, im Rahmen der schulischen Wissensvermittlung Kinder auch mit unangenehmer Realität zu konfrontieren. Gewiß sind nicht alle Kinder von Landwirten, die damit ganz automatisch groß werden, emotionslos & kaltherzig. Auch Kinder sind Menschen, die zu einer eigenen Meinung berechtigt und vor allem auch in der Lage sind. Zuletzt editiert von fpoint am 01.04.2011 um 18:35 Uhr (1x Editiert) |
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